Sie sind hier: Inkontinenzformen
Zurück zu: Startseite
Allgemein: Impressum Kontakt

Suchen nach:

Inkontinenz

INKONTINENZFORMEN DER BLASE

Harninkontinenz

Auch bei Männern kann eine Form der Inkontinenz auftreten, z.B. nach der Entfernung der Prostata.
Der Leidensdruck ist für die Betroffenen im Allgemeinen sehr hoch und sie legen sich im Umgang mit dem Problem verschiedene Strategien zurecht.
Harninkontinenz ist kein eigenständiges Krankheitsbild, die Ursachen sind vielfältig und sollten in Absprache mit dem Hausarzt oder einer Fachschwester für Kontinenz und Stoma vom Gynäkologen oder Urologen abgeklärt werden.

Drang-Inkontinenz


Therapie:
Kontinenztraining, Miktions- Toiletten- und Beckenbodentraining, Medikamente, Hormone, Elektrostimulation, gelegentlich Operation

Stress-Inkontinenz

unfreiwilligen Harnabgang kommt. Normalerweise widersteht der Verschluss der Harnröhre dieser plötzlich auftretenden Druckerhöhung. Ursache ist vor allem bei Frauen eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, z.B. durch Geburten, hormoneller und alterbedingter Veränderungen.
Beim Mann vor allem nach Verletzungen des Schließmuskels im Rahmen von Operationen an der Prostata. Die Harnblase funktioniert normal.

Therapie:
Beckenbodentraining, Gewichtsreduktion, Stuhlgangregulierung, Medikamente, Hormone je nach Schweregrad und Ausmaß kann auch eine Operation notwendig sein.

Überlauf-Inkontinenz


Therapie:
Zunächst Entlastung der übervollen Blase durch Einführen eines Katheters. In der Folge dann Therapie der zugrunde liegenden Ursache, entweder Kräftigung der Blase oder/und Beseitigung
des Abflußhindernisses.

Extraurethrale-Inkontinenz


Therapie:
Operation

Reflex-Inkontinenz

Querschnittlähmung – die Blase der/des Betroffenen entleert sich reflektorisch ohne das ein Harndrang verspürt wird. Häufig ist die Blasenentleerung auch unvollständig (Restharn)

Therapie:
Medikamente, regelmäßige Blasenentleerung mittels Katheterisierung, Operation

Blasenentzündung, Harnwegsinfekt, Zystitis


Die Flitterwoche-Cystitis (eng.: „HoneyMoon Cystitis“) ist eine Form der Blasenentzündung, die nach Geschlechtsverkehr auftreten kann. Allerdings handelt es sich hier nicht um eine Geschlechtskrankheit, vielmehr wird durch Geschlechtsverkehr das Risiko einer Blasenentzündung nur erhöht.

Weiterhin gibt es folgende (ätiologische) Formen der Zystitis: Strahlenzystitis (nach Strahlentherapie), Interstitielle Zystitis (IC) - eine chronische, nicht-bakterielle Blasenentzündung

**************************************************

STUHLINKONTINENZFORMEN

Stuhlinkontinenz


Häufigste Ursachen der Stuhlinkontinenz:

* Verletzungen im Rahmen von Entbindungen
* Schließmuskelverletzungen
* Beckenbodeninsuffizienz
* Infektionen (Durchfall) und chronisch entzündliche Erkrankungen des Darms oder der Analregion
* nachlassen der Muskelkraft des Beckenbodens
* Hämorrhoiden, Mastdarm-vorfall (Rectumprolaps), Abszesse, Fisteln, Fissuren
* Neurologische Störungen und Erkrankungen
* Tumore und Krebserkrankungen

Um eine effiziente Therapie zu ermöglichen ist eine genaue Diagnose durch den Arzt/Ärztin unumgänglich.

* Beginn der Beschwerden
* Stuhlganghäufigkeit
* Stuhlbeschaffenheit
* Art und Umstand des ungewollten Stuhlverlustes
* vorausgegangene Behandlungen und Operationen
* chronische Erkrankungen
* bei Frauen auch Art und Umstand von Geburten
Folgende Untersuchungen werden vom Arzt/Ärztinnen durchgeführt:

* Koloskopie - Rektoskopie - Proktoskopie (Spiegelung des Mastdarms und des Afterkanals
* anale Endosonographie (Ultraschall um ein Abbild der Schließmuskeln zu erhalten)
* Neurophysiologische Untersuchungen
* Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel
* Rektum-Manometrie (Druckmessung im Mastdarm)
* Beckenboden-MRT



Je nach Ursache der Stuhlinkontinenz kommen konservative sowie auch operative Therapieverfahren zur Anwendung.

Bei leichten und mittleren Formen der Inkontinenz sollte eine nichtoperative Therapie mit aktiven/passiven Beckenbodentraining, Biofeedbacktraining, Verfestigung oder Verdünnung des Stuhls, Training der Stuhlgewohnheiten und medikamentöser Therapie erfolgen - unumgänglich ist eine anale Elektrostimulation die bei regelmäßiger Anwendung einen hohen Erfolg garantiert.

Bei sehr schweren Formen helfen häufig nur operative Maßnahmen.

Zur Versorgung der Stuhlinkontinenz stehen zur Verfügung:

Vorlagen und Windeln sind eine Möglichkeit, hygienische und soziale Kompetenz zu erhalten

*****************************************************************

Inkontinenz: Hysterektomie (Gebärmutterentfernung)


Indikationen:

Deutlich vergrößerte Gebärmutter mit mehreren Myomen
Eine Entfernung der Gebärmutter wird aus vielen verschiedenen Gründen durchgeführt. Dabei stellen gutartige Erkrankungen, wie gutartige Tumoren und funktionelle Erkrankungen, wie schwerwiegende Menstruationsunregelmäßigkeiten, 90 Prozent der Indikationen für eine Hysterektomie dar. Insgesamt sind in ca. 38,7 Prozent der Uterus myomatosus, in ca. 17,1 Prozent eine Endometriose und in ca.14,5 Prozent ein Uterusprolaps der Grund für eine solche Operation.
Nur in ca.9,4 Prozent erfolgte eine Hysterektomie wegen einer bösartigen Erkrankung, wie einem Karzinom des Gebärmutterhalses, des Gebärmutterkörpers oder der Eierstöcke. Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut waren bei drei Prozent der Patientinnen Grund für die Operation.
Außerdem kann eine Hysterektomie bei schweren Verletzungen oder Entzündungen der Gebärmutter und im Falle unstillbarer Blutungen nach einer Geburt erforderlich sein.

Auswirkungen:
Eine Hysterektomie beendet die Gebärfähigkeit einer Frau unwiderruflich. Die Menstruationsblutung kann bei der vollständigen Entfernung der Gebärmutter nicht mehr auftreten, da das Zielorgan, die Gebärmutterschleimhaut, für die zyklischen, hormonell bedingten Veränderungen nicht mehr besteht. Bei der subtotalen Operation unter belassen des Gebärmutterhalses sind dagegen leichte zyklische Blutungen nicht selten.
Nach einer Hysterektomie ohne Adnexe ist mit einem etwas früheren Eintritt in die Wechseljahre zu rechnen.

Der Wegfall der Menstruationsblutung und der Empfängnisverhütung werden von vielen Frauen als Verbesserung empfunden.
Manche Frauen berichten über sexuelle Veränderungen, wie Libidoverlust, teilweise spürbare Verkürzung und/oder Trockenheit der Scheide. Ebenso leiden manche Frauen erheblich unter dem Verlust der Gebärmutter.
Viele Frauen berichten, dass es nach einer Hysterektomie zu einer Blasensenkung kam, die wiederum zu einer Harninkontinenz führte.
Themen wie Sexualität - Harninkontinenz - psychische Auswirkungen nach einer Hysterektomie werden nicht von allen Ärzten vor der Operation angesprochen und auf mögliche Therapiemöglichkeiten hingewiesen.
Ein zentraler Aspekt ist hierbei das Gefühl, keine „komplette“ Frau mehr zu sein.