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Indikationen:
Deutlich vergrößerte Gebärmutter mit mehreren Myomen
Eine Entfernung der Gebärmutter wird aus vielen verschiedenen Gründen durchgeführt. Dabei stellen gutartige Erkrankungen, wie gutartige Tumoren und funktionelle Erkrankungen, wie schwerwiegende Menstruationsunregelmäßigkeiten, 90 Prozent der Indikationen für eine Hysterektomie dar. Insgesamt sind in ca. 38,7 Prozent der Uterus myomatosus, in ca. 17,1 Prozent eine Endometriose und in ca.14,5 Prozent ein Uterusprolaps der Grund für eine solche Operation.
Nur in ca.9,4 Prozent erfolgte eine Hysterektomie wegen einer bösartigen Erkrankung, wie einem Karzinom des Gebärmutterhalses, des Gebärmutterkörpers oder der Eierstöcke. Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut waren bei drei Prozent der Patientinnen Grund für die Operation.
Außerdem kann eine Hysterektomie bei schweren Verletzungen oder Entzündungen der Gebärmutter und im Falle unstillbarer Blutungen nach einer Geburt erforderlich sein.
Auswirkungen:
Eine Hysterektomie beendet die Gebärfähigkeit einer Frau unwiderruflich. Die Menstruationsblutung kann bei der vollständigen Entfernung der Gebärmutter nicht mehr auftreten, da das Zielorgan, die Gebärmutterschleimhaut, für die zyklischen, hormonell bedingten Veränderungen nicht mehr besteht. Bei der subtotalen Operation unter belassen des Gebärmutterhalses sind dagegen leichte zyklische Blutungen nicht selten.
Nach einer Hysterektomie ohne Adnexe ist mit einem etwas früheren Eintritt in die Wechseljahre zu rechnen.
Der Wegfall der Menstruationsblutung und der Empfängnisverhütung werden von vielen Frauen als Verbesserung empfunden.
Manche Frauen berichten über sexuelle Veränderungen, wie Libidoverlust, teilweise spürbare Verkürzung und/oder Trockenheit der Scheide. Ebenso leiden manche Frauen erheblich unter dem Verlust der Gebärmutter.
Viele Frauen berichten, dass es nach einer Hysterektomie zu einer Blasensenkung kam, die wiederum zu einer Harninkontinenz führte.
Themen wie Sexualität - Harninkontinenz - psychische Auswirkungen nach einer Hysterektomie werden nicht von allen Ärzten vor der Operation angesprochen und auf mögliche Therapiemöglichkeiten hingewiesen.
Ein zentraler Aspekt ist hierbei das Gefühl, keine „komplette“ Frau mehr zu sein.